Stress mit den Pfunden?
Inhalt drucken
Die traurige Wahrheit vorneweg
: Wir Deutsche werden immer dicker. Im Klartext : Bereits 65 Prozent aller Erwachsenen über dem 30.
Lebensjahr klagen hierzulande über mehr oder weniger ausgeprägtes Übergewicht.
Ursachenforschung gefällig : Wir bewegen uns zu wenig, ernähren uns falsch und
benutzen auch unsere Nahrungsaufnahme, nicht selten in Verbindung mit „einem
Gläschen“, bei Bedarf als Balsam für die erlittenen Wunden des Alltags
(„Nahrung für die Seele“). Vielleicht mag ja die einzig wahre Liebe wirklich
die zum Essen zu sein, wie schon George Bernhard Shaw mutmaßte. Aber wer sich
nun einmal stereotyp in die falschen Sachen verliebt, der darf sich eigentlich
nicht groß wundern, wenn bei diesem Lebenswandel die gesundheitliche Quittung
irgendwann knallhart präsentiert wird, die dann lautet: Chronisches
Leistungsdefizit, miese Laune, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme,
Fettstoffwechselstörungen, Disposition zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Impotenz,
Zuckerkrankheit und Gicht, Überlastungssymptome in vielen Gelenken, erhöhte
Krebsgefahr. Von dem zunehmend um sich greifenden Gefühl, irgendwie mit sich
selbst nicht mehr klar zu kommen, ganz zu schweigen.
WIEVIEL IST GENUG ?
Wissen ist Macht, heißt es
doch so treffend. Daher sollte der Start in das lang ersehnte Gesundheits- und
Körperfitness-Programm mit Wohlfühlgarantie grundsätzlich bei der seriösen und
auch aussagekräftigen Bestimmung des Körperfettgehaltes beginnen. In der
medizinischen Literatur wird meist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI)
verwendet, beschrieben als rechnerischer Quotient aus Körpermasse in Kilogramm
und der (Körperlänge in Metern)2.
Eine definitive Bestimmung des Körperfett-Gehaltes erfolgt hier allerdings
nicht, genauso wenig, wie beim Taille-Hüftumfang-Verhältnis = englisch
Waist-Hip-Ratio (Tab. 1). Mittlerweile bietet hier die Fa. TANITA mit
Deutschland-Sitz in Sindelfingen und langjähriger Spezialist für
effiziente Körperfett-Analyse nach der „Bioelektrischen Impedanz-Analyse
(BIA), gekonnt Abhilfe. Beim Messvorgang nach der BIA-Methode ,eine
Technik, die weltweit Anerkennung erfahren hat, wird mit völlig ungefährlichem
Schwachstrom gearbeitet. Der Clou dabei ist die unterschiedliche Leitfähigkeit
von Körperfett, Körperwasser und Muskulatur. Alle Körperfettanalyse-Waagen
von TANITA sind natürlich nach dem
Medizinprodukte-Gesetz geprüft und zugelassen. Sie berechnen gemäß der
individuell bestimmten Parameter Körper-Widerstand, Körpergewicht und
entsprechend der einmalig einzugebenden Basis-Daten wie Körpergröße ,
Geschlecht, Erwachsener oder Kind den aktuellen Körperfett-Gehalt in Prozent
der Gesamtkörpermasse (Tab. 1). Beim Modell BF-556 (Abb. 1) ist zusätzlich ein
Athlet-Modus einstellbar, um den Spezifika eines regelmäßig Trainierenden
gezielt Rechnung zu tragen. Er sollte bei einem wöchentlichen Trainingsprogramm
von regelmäßig mindestens 10 Stunden und einem morgendlichen Ruhepuls von unter
60 Schlägen pro Minute Berücksichtigung finden. So kann die verstärkte
Stoffwechsel-Aktivität und die vermehrte Muskelmasse beim Leistungssportler
messmethodisch einbezogen werden.
BACK TO THE ROOTS !
Von unseren Genen her sind wir zur muskulären Dauer-Power verdammt, getreu dem Motto „use it or loose it“. Analoges gilt für die Vorgaben an eine bedarfsgerechte Ernährung. Unser Körper verlangt ohne wenn und aber auch heutzutage nach Steinzeit-Kost, weil sich unsere Erbanlagen nun einmal vor ca. 40 000 Jahren letztmals verändert haben. Und was war in dieser Jungsteinzeit als Grundnahrungsmittel für unsere Vorfahren und Höhlenbewohner angesagt : Beeren, Früchte, Wildgemüse, Wildsalat, Wurzeln, Samen, Nüsse und je nach Jagdglück mehr oder weniger häufig Fisch- und Wild-Eiweiß. Der regelmäßige Getreide-Konsum entwickelte sich erst rund 10 000 Jahre später, als aus den ehemals Jägern und Sammlern mehr und mehr sesshafte Bauern wurden, zumindest bei einigen Stämmen und Volksgruppen. Damit ist uns und zwar bis auf den heutigen Tag die Glukose als wichtiger Getreidezucker genetisch fremd. Entsprechend benötigt unser Organismus im Gegensatz zum Fruchtzucker (Fruktose) einen hormonellen Hilfsstoff (Insulin aus der Bauchspeicheldrüse), um Glukose überhaupt in den Körperzellen verstoffwechseln zu können und daraus vor allem körpereigene Energie (ATP) beziehungsweise den Glukose-Speicherstoff Glykogen zu produzieren. Was heißt das für die Millionen Abnehmwilligen ? Die quasi gebetsmühlenartig vorgebrachte Zurückhaltung bei den Fett-Kalorien als immer wieder propagiertes ernährungsbezogen wichtigstes Abnehm-Instrument muss jetzt mit dem konsequenten Verzicht auf Glukose aus Rohr- und Rübenzucker sowie aus Kartoffeln, Brot, Brötchen, Kuchen, Torten, Gebäck, Nudeln, Snacks, Getreideflocken ergänzt werden, vor allem, wenn sie aus Auszugsmehl hergestellt worden sind. Anstelle dessen sind Soja- und Amaranth-Produkte erlaubt und natürlich Frischobst, Salat und blanchiertes Gemüse nach Herzenslust. Ein weiterer bedeutsamer Abnehmtrumpf sticht, wenn auf konzentrierte Lebensmittel wie Käse und Wurst vorerst verzichtet wird. An Stelle dessen dient als gesunde Eiweißquelle und wichtiger Fatburner gegrillter oder in Olivenöl gebratener Seefisch mit seinem hohen Gehalt an Jod, w-3-Fettsäuren, Coenzym Q 10 und Kalzium und nicht fettes Fleisch von Stalltieren (Schwein, Rind). Gezielt kombiniert mit einem regelmäßigen Bewegungsprogramm ist so ein Entrinnen aus dieser gefährlichen Hormonfalle für die zunehmend gestressten und frustrierten XXL-Menschen überhaupt nur möglich, primär ja entstanden aus einem chronisch erhöhten Insulinspiegel im Blut in Reaktion auf die unphysiologisch hohe „Glukose-Dauerberieselung“ bei gleichzeitiger Bewegungsarmut. Dieser Zusammenhang ist medizinisch relativ neu. Mittlerweile weiß man allerdings, dass gerade hier der Schlüssel und der ursächliche Zusammenhang für das sogenannte „metabolische Syndrom“ liegt, eine komplexe Störung des Kohlenhydrat- und Fett-Stoffwechsel, an dem in Deutschland mittlerweile circa 20 Millionen Mitbürger leiden.
KÖRPERFETT-MESS-STATION
PLUS ERNÄHRUNGSBERATER.
Das TANITA-Modell BF- 556 offeriert als zusätzlichen Service für die tägliche Praxis eine CD-ROM zum Abrufen von alltagstauglichen Ernährungsempfehlungen. 13 000 Lebensmittel und Gerichte sind qualitativ und quantitativ analysiert und erfasst und so per Mausklick prompt verfügbar. Es ist das typische Check-Gerät für die ganze Familie, die Daten von bis zu vier Personen lassen sich abspeichern und in ihrem Verlauf problemlos kontrollieren. Auch Kinder ab dem 7. Lebensjahr und einer Mindestgröße von 100 cm sind integrierbar. Wichtig : Aus Sicherheitsgründen sollten Patienten mit Herzschrittmacher von der Messung ausgenommen bleiben. Ja, liebe Leser, was spricht jetzt noch dagegen, heute mit Ihrem ganz persönlichen Abnehm-Trip nach Maß und ärztlichem Segen zu starten ? Und vergessen Sie dabei das exakte Überwachen Ihrer Abnehm-Bemühungen mit Köpfchen nicht. Dann wird Ihr konsequentes Engagement Früchte tragen, jede Wette !
Dr. med. Rudolf Ziegler
Anästhesist, Sportmedizin
Ärztlicher Leiter der Sportmedizinischen Untersuchungsstelle des Kreises Bergstraße
medizinischer Fachjournalist
E-mail : sportmedizin.dr.ziegler@t-online.de
BMI |
♂ |
♀ |
|
|
(kg / m2) |
|
|
Normalgewicht Übergewicht Fettsucht Mass. Fettsucht |
19-23.9 24-29.9 30-39.9 > 40 |
20-24.9 25-29.9 30-39.9 > 40 |
|
Taille-Hüfte-Quotient (WHR) =
Taillenumfang dividiert durch Hüftumfang |
♂ |
♀ |
|
|
(dimensionslos) |
|
|
Norm: |
< 1.0 |
< 0.85 |
|
Körperfett |
♂ |
♀ |
|
|
(in % der Körpermasse) |
|
|
Norm: |
< 18 % |
< 25 % |
Tab. 1:
Mess-Methoden und Mess-Daten zu den Körperproportionen


