Wichtige Daten zur Optimierung von Trainingsplänen
Inhalt druckenNeben den bereits
genannten Methoden, mit denen sich Analysedaten
wie die anaerobe Schwelle ermitteln lassen, spielen in der
Leistungsdiagnostik einige
wichtige Parameter eine Rolle bzw. für die Optimierung der
Trainingspläne
berücksichtigt werden. Dazu gehört etwa der Grundumsatz, welche sich
im Rahmen
der Spiroergometrie ermitteln lässt. Dieser Wert spiegelt die
Energiemenge
wieder, welche der Körper aufnehmen muss, um seine normale
„Funktionsfähigkeit“
gewährleisten zu können. Je nach Physis kann dieser Wert stark
schwanken.
Die aerob/anaerobe Schwelle ist eine Kenngröße des Stoffwechsels, die vor allem im Ausdauersport von Bedeutung und eng mit der Herzfrequenz verbunden ist. Jenseits dieser Schwelle ist eine hohe, aber nur kurze Leistungsfähigkeit möglich. Anschließend tritt der Erschöpfungszustand – etwa nach einem Sprint – ein, wie in viele Sportler kennen. Die Kenntnis der anaeroben Schwelle ermöglicht es, Trainingspläne auf deren Verschiebung zu optimieren und damit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Unterhalb der Schwelle ist dagegen eine ausdauernde Leistung mit geringer Intensität möglich – wie sie etwa im Halb- oder Marathon gebraucht wird. Gleichzeitig ist die anaerobe Schwelle wichtig für Hobby- und Amateursportler, die über einen langen Zeitraum viele Kalorien verbrennen wollen. Für eine konsequente Anwendung der anaeroben Schwelle in der Trainingsplanung wird die Belastung in unterschiedliche Bereiche in Abhängigkeit von der Schwellen-Herzfrequenz gegliedert. Zur Kontrolle im laufenden Training dient eine Pulsuhr.
Das Verhältnis aus Fett- und Muskelmasse ist ein weiterer Parameter, der das Training beeinflussen kann und in die Optimierung von Trainingsplänen einfließt. Wie hoch das Körperfett tatsächlich ist, lässt sich entweder mithilfe eines Caliper oder einer Körperfettwaage bestimmen. Warum ist das Verhältnis aus Fett- und Muskelmasse so wichtig? Ganz einfach – Muskeln verbrauchen Energie. Und sind damit eine Einflussgröße auf den Gesamtumsatz und den Energieverbrauch im Training. Gleichzeitig beeinflusst die Muskelmasse auch das Gesamtgewicht. In Relation zum Körperfett lässt sich daher eine Aussage über den Gesundheits- und Trainingszustand ableiten. Gleichzeitig ist die Muskelmasse ein Indikator für die Stoffwechselaktivität und die Herz-Kreislauf-Belastbarkeit.
Im Profisport ist der Leistungsgedanke seit Jahrzehnten wichtigster Motor. Aber auch im Hobbybereich nimmt der individuelle Leistungsdruck zu. Optimale Trainingspläne werden daher zunehmend wichtiger. Und ohne entsprechende Analysedaten lässt sich an dieser Stelle nur wenig ausrichten. Nur wer den eigenen Körper kennt, kann das Training zielgerichtet optimieren.












